Die Generation Z gilt als besonders anspruchsvoll, digital und feedbackorientiert. Doch solche Zuschreibungen greifen zu kurz. Entscheidend ist, wie gut Ausbildungsbetriebe auf individuelle Lernvoraussetzungen eingehen und junge Menschen in ihrer Entwicklung begleiten.
Die Bertelsmann-Studie „Ausbildungsperspektiven 2026“ zeigt: 90 Prozent der befragten Auszubildenden sind mit ihrer Ausbildung zufrieden. Gleichzeitig unterstreicht der DGB-Ausbildungsreport 2026 die Bedeutung verlässlicher Betreuung. Sind Ausbilder immer erreichbar, berichten 8,5 Prozent der Befragten von hoher psychischer Belastung. Bei selten oder nie erreichbaren Ausbilder sind es 36 Prozent. Die Befragung zeigt einen deutlichen Zusammenhang: Gute Ausbildung braucht nicht nur geeignete Inhalte, sondern auch Menschen, die Wissen vermitteln, Orientierung geben und Entwicklung ermöglichen.
Welche Kompetenzen brauchen Ausbilder heute?
Ausbilder sind längst mehr als reine Wissensvermittler. Sie gestalten Lernprozesse, fördern Selbstständigkeit und unterstützen Auszubildende dabei, zunehmend Verantwortung zu übernehmen. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) betont insbesondere die Bedeutung einer individuellen Lernbegleitung. Dazu gehören klare Lernziele, passende Ausbildungsmethoden, regelmäßige Feedbackgespräche und die Fähigkeit, unterschiedliche Lernvoraussetzungen zu berücksichtigen.
Im Ausbildungsalltag bedeutet das beispielsweise, nach einem Fehler nicht nur zu korrigieren, sondern gemeinsam zu besprechen, wie es beim nächsten Mal besser gelingt. Oder Aufgaben so zu gestalten, dass Auszubildende zunehmend selbstständig Lösungen entwickeln. Neben fachlicher Erfahrung sind deshalb auch pädagogische, kommunikative und methodische Kompetenzen entscheidend.
Ausbildung der Ausbilder (AdA) nach AEVO: Fachwissen vermitteln und praktisch anwenden
Wer die berufs- und arbeitspädagogischen Kompetenzen für die betriebliche Ausbildung erwerben und nachweisen möchte, kann sich mit einer gezielten Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) vorbereiten.
Die Prüfung wird bei der IHK abgelegt. Aber auch die HWK ist zuständig, wenn die Ausbildertätigkeit in einen anerkannten Handwerksberuf erfolgen soll.
Die IHK-Prüfung besteht aus zwei Teilen: einem schriftlichen Prüfungsteil mit Multiple-Choice-Aufgaben und einer praktischen Prüfung. Dabei müssen die Teilnehmenden eine Ausbildungssituation präsentieren oder praktisch durchführen und ihre Vorgehensweise anschließend im Fachgespräch erläutern.
Ein Fachgespräch lässt sich nicht einfach ankreuzen. Man muss es üben.
Neben theoretischem Wissen kommt es deshalb auch darauf an, Ausbildungsmethoden begründen, Inhalte verständlich vermitteln und die eigene Vorgehensweise überzeugend darstellen zu können.
Genau hier setzt der AdA-Kompaktkurs in Augsburg an: Fünf Tage Präsenz mit persönlichem Coaching für die praktische Prüfung
Neben der Vermittlung der prüfungsrelevanten Theorie wird besonderer Wert auf die praktische Vorbereitung des Fachgesprächs gelegt. Die Teilnehmenden trainieren typische Prüfungssituationen, erhalten individuelles Feedback und gewinnen Sicherheit in der Präsentation und Begründung ihrer Ausbildungsmethoden. So werden sie gezielt auf beide Teile der AEVO-Prüfung vorbereitet und nicht nur auf den theoretischen Wissenstest.
Die Technikerschule Augsburg, eine Fachschule des BBZ Augsburg, bereitet angehende Ausbilder in einem fünftägigen AdA-Kompaktkurs gezielt auf die IHK-Ausbildereignungsprüfung vor. Der besondere Vorteil: Die Teilnehmenden lernen nicht nur die theoretischen Grundlagen, sondern trainieren auch die konkrete Prüfungssituationen für die praktische Prüfung. Im persönlichen Coaching erarbeiten Sie die Strukturvorlage für die praktische Ausbildereignungsprüfung und präsentieren Ihre Unterweisung. Erfahrene Dozierende geben direktes Feedback und unterstützen dabei individuell.
Feste Ansprechpersonen, Präsenzunterricht und der direkte Austausch vor Ort ermöglichen es, gezielt auf Fragen und persönliche Lernbedarfe einzugehen.
So verbindet der AdA-Kurs eine kompakte Vorbereitung auf die schriftliche Prüfung mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem praktischen Prüfungstraining – persönlich, praxisnah und in nur fünf Tagen. Die anschließende IHK-Ausbildereignungsprüfung wird separat abgelegt.
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